
Kenias Schulsystem
In Kenia wurde seit 2003 das sogenannte 8-4-4-Schulsystem angewandt:
acht Jahre Grundschule,
vier Jahre weiterführende Schule und vier Jahre Hochschule.
Dieses System wird derzeit durch das Competency-Based Curriculum (CBC) ersetzt. Die vollständige Umstellung soll bis 2027 abgeschlossen sein.
Das CBC verfolgt einen kompetenzorientierten Ansatz. Es gliedert sich in:
2 Jahre Vorschule (Pre-Primary),
6 Jahre Grundschule (Primary School),
3 Jahre Junior Secondary School,
3 Jahre Senior Secondary School
und anschließend mindestens 3 Jahre Hochschule.
Nach der Primary School müssen Schüler*innen die Prüfung KCPE ablegen, um in die Secondary School aufgenommen zu werden. Dies führt zu hohem Leistungsdruck. Auch für eine Universität zählt ausschließlich die Platzierung in der Abschlussprüfung.
In der Vergangenheit wurden auch für staatliche Grundschulen Gebühren verlangt. Seit 2003 ist die Grundschule kostenlos, teilweise auch die Secondary School.
In den Slums gibt es kaum staatliche Schulen
Trotz kostenloser Grundschule gibt es weiterhin viele Hürden. Vor allem in Slumgebieten fehlen staatliche Schulen. Ohne Schuluniform – Pflicht in ganz Kenia – dürfen Kinder nicht am Unterricht teilnehmen. Die Kosten für Uniform, Lernmaterialien und Essen übersteigen oft die Möglichkeiten vieler Familien.
Auch an den vorhandenen Schulen herrschen schwierige Bedingungen: Überfüllte Klassen, fehlende Lehrkräfte, Streiks und schlechte Ernährung beeinträchtigen die Lernqualität erheblich. Viele Eltern sehen sich daher gezwungen, ihre Kinder lieber arbeiten zu lassen.
In Armutsvierteln wie Kibera ist die Situation noch schwieriger. Staatliche Schulen gibt es nur wenige. Kinder haben oft nur eine Chance auf Bildung über gemeinnützige, private Schulen.
Mit JUAMII e.V. unterstützen wir genau diese Schulen. Die Schulen finanzieren sich über Spenden und verlangen nur moderaten Elternbeitrag. Dennoch bleibt es eine Herausforderung, die Kosten zu tragen und auf die Arbeitskraft der Kinder zu verzichten.






