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Tenderfeet School

Die Tenderfeet School liegt in Dagoretti, Nairobi und befindet sich in der Nähe von Kibera, dem womöglich größten Slum in Afrika, wenn nicht der Welt. Tenderfeet bietet Unterricht von der ersten bis zur achten Klasse an. Zurzeit werden in der Schule 230 Schüler*innen unterrichtet, von denen ein Großteil aus Kibera stammt. Zusätzlich wohnen ca. 20 Waisenkinder in der Schule. Es werden außerdem viele Geschwisterkinder ab zwei Jahren betreut. Tenderfeet finanziert sich ausschließlich durch Spendengelder.

Solaranlage

Die Solaranlage wurde im März 2018 installiert. In Zusammenarbeit mit dem Solarunternehmen, das die Anlage installiert hat, wurde vor Ort eine zweitägige Schulung durchgeführt, damit die Anlage selbstständig gewartet werden kann. Die Menschen sind überglücklich und dankbar, so ein Vertreter von Juamii, der die Einweihung miterlebte.

Wie war die Situation ohne Solaranlage?

In der Schule kam es aufgrund des instabilen Stromnetzes immer wieder zu Stromausfällen, die das Lernen erschweren. Außerdem waren die Stromkosten der Schule hoch, da Strom in Kenia sehr teuer ist und bei Stromausfällen dieser trotzdem gezahlt werden muss. Aufgrund dessen wurden meist Kerosinlampen eingesetzt, die jedoch toxische Gase abgeben und somit gesundheits- und umweltgefährdend sind.

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Wie verbessert die Solaranlage die Situation der Schule?

Um diese Probleme zu lösen, hat JUAMII e.V. zusammen mit Bischoff & Ditze  eine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern der Schule und Solarstromspeicher installieren lassen, damit die Schule unabhängig, stabil und kostengünstig mit Strom versorgt wird. Das eingesparte Geld wird in das Autarkie-Projekt investiert, wodurch selbst Lebensmittel produziert werden können. Diese Maßnahmen sorgen für einen autarken Schulbetrieb und eine Verbesserung der Ausbildung und des Lebensstandards.

Wofür wird der erzeugte Strom eingesetzt?

Das Solarsystem hat Kapazitäten, um die gesamte Schule inkl. aller Geräte mit Strom zu versorgen. Unter anderem werden ein Computer, ein Laptop, ein Kühlschrank, Wasserpumpen für die Hydrokultur und eine Wasserpumpe für Regenwasser zur Versorgung der Sanitäranlagen mit Solarstrom versorgt. In der Küche, den Klassenräumen und auch in den Räumen der 20 Waisenkinder, welche in der Schule übernachten, gibt es nun Licht.

 

Tagsüber wird der Strom direkt weitergegeben und der Überschuss in die Batteriespeicher eingespeist. Mit Einsetzen der Dunkelheit wird der Strom aus den Batteriespeichern genutzt. Dadurch, dass es in der Slums keine Straßenlaternen gibt und auch sonst keine Beleuchtung zur Verfügung steht, ist es sehr dunkel. Die Schule strahlt nun in die Dunkelheit hinaus und bietet so auch Sicherheit für die dort anwesenden Menschen.

Wie wirkt sich die Solaranlage auf die Ernährung und die Gesundheit der Kinder aus?

Durch die eingesparten Stromkosten ist die Verbesserung der Ernährung der Kinder eines der primären Ziele von JUAMII e.V. Die Schule bietet den Kindern drei Mahlzeiten am Tag. Die Ernährung war bisher sehr mangelhaft, doch durch den Bau einer Hydrokultur kann zusätzlich Gemüse angebaut werden.

 

Betrieben wird die Anlage durch eine Wasserpumpe, welche ebenfalls mit Solarstrom betrieben wird. Die Hydrokultur ist sehr wassersparend und es ist ein wichtiger Schritt zur autarken Versorgung. Mit dem Solarstrom wird auch der Kühlschrank betrieben. Durch die permanenten und teilweise wochenlangen Stromausfälle konnte der Kühlschrank nur bedingt genutzt werden. Zudem war der Betrieb sehr teuer. Im Kühlschrank können lebenswichtige Medikamente für die Kinder aufbewahrt werden und übergebliebene Nahrung oder auch Nahrungsvorräte können tagelang aufbewahrt werden.

Autarkie-Projekt

Da die Schule durch den kostenlosen, erneuerbaren Strom viel Geld einspart, konnte dieses Geld in anderen Bereichen angelegt werden und die Mitarbeiter*innen haben eigene Projekte gestartet, die der Schule und den Schüler*innen zugutekommen.

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Schulgarten und Pilzfarm

Durch eine stabile Versorgung mit Energie und dadurch mit Licht kann der Unterricht auch nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden, außerdem können Computer betrieben und Computerkurse angeboten werden.

 

Die Tenderfeetschule hat auf ihrem Gelände einen eigenen Garten angelegt, aus dem sie, durch die Vegetationsperioden in Kenia, ganzjährig Obst und Gemüse ernten können. So dürfen sich alle Menschen an der Schule regelmäßig über eine gesunde und besondere Leckerei, die sie sich sonst nicht leisten könnten, freuen.

Die Pilzfarm ist das neueste Projekt. Hier werden in mehreren Verschlägen Pilze gezüchtet, die dann frisch und getrocknet auf dem Markt verkauft werden. Das gewonnene Geld wird genutzt, um die Plizfarm zu vergrößern. Außerdem wird es in Bedarfe der Schule investiert.

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Reisebericht

Klicken Sie hier, um die persönlichen Reiseimpressionen von Dr. Martin Bischoff (Gesellschafter von Bischoff & Ditze Energy GmbH & Co. KG) bei seiner ersten Reise nach Kenia zu erfahren. Im Anschluss an seine Reise im April 2019 erfolgten viele weitere Reisen, auf denen er die Projekte vor Ort unterstützte und weiterentwickelte.

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